Mi 01 + Do 02 + Fr 03 März

vers. Uhrzeiten Dauer: 1h20

Théâtre de Hautepierre

Objekttheater, Musik

Frankreich

 Einige kurze Passagen auf Französisch
Dem deutschsprachigen Publikum zugänglich
Ab 8 Jahren
Donnerstag, 02. + Freitag, 03 März - 14:15 > Schulvorstellungen

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Am Ufer des radiofonischen Ozeans der Liebeslieder singt cArMen, eine kleine Arenensirene, weiter wild und entschlossen von Liebe und Freiheit bis an die Ufer des Landes Turak.

Das kaleidoskopische Theater von Michel Laubu recycelt Objekte und Opern, und die im Sand angespülten Dinge wie die liederlichen Lieder setzen sich an den Stränden unserer inneren Meere neu zusammen. Dieses Mal segeln, gepfefferter denn je, die entwendeten Instrumente und Marionetten auf einer Bühne unter Hochwasser, Musiker und Darsteller sind in drollige Ungeheuer verwandelt, und unversehens leben die Märchen und Sagen der Turakei in jedem von uns wieder auf, tauchen aus den weiten Tiefen unserer unbeschilderten Schubladen hoch.

cArMen lässt jedes Alter staunen, überrascht, regt an, weckt in uns das Unbedeutende, das uns so gern etwas sagen möchte. Michel Laubu öffnet die Blechkiste der Archive, schnürt die Korrespondenzen auf, färbt unsere Schwarzweißschablonen, entfaltet Zeitungsausschnitte. An uns, unser eigenes Opernlibretto zu komponieren – scrap[book]show!

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Die Turakei ist ein Land, das kein Kartograf kennt, denn es gehört einer vertikalen Geographie an, die am seidenen Faden hängt - vielleicht dem, der unseren Marionetten Leben gibt. Sein Volk bleibt uns unsichtbar, unbekannt und dennoch gehen wir täglich auf unseren Straßen an ihm vorbei, es winkt uns, streckt die Hand aus und lädt uns ein, ihm zu folgen, doch wir tun, als sähen wir es nicht und kramen verlegen in unseren Taschen. Seine Sprache ist allen Erdbewohnern gemein, selbst wenn sie mit den Akzenten unserer Nachbarn spricht. Seine Volkstänze werden im Dunkel des Besenschranks geprobt, seine Lieder und Musiken hallen in den Kanalgängen wider und murmeln am Grunde unserer Wortkoffer.

Die Turakei ist die Welt, die unserem Scharfsinn entgeht, ein mikroskopisch kleines Gebiet, unter die Lupe genommen, der Ausflug, auf den alle unbeweglichen Reisenden fliegen können, ein Universum in der hohlen Hand, ein liebenswertes Volk mit und ohne Akkordeon, das sich stets unter unsere Teppiche kehren läßt und bei Hempels unterm Sofa sitzt.

Michel Laubu ist diesem Landstrich und seinen Bewohnern begegnet, als er noch im Land der Kohle die Schulbank drückte. Er ist zum Anthropologen des anderen geworden, Brotschaffer der Turakei in Europa, und führt das Wort für unser Seelen-Inneres auf dem Weg zwischen der Herde von Wir und den Kästchen von Denen hindurch.

Seine Stücke bilden heute eine beträchtige bildergebuchte Menge, und um ihren fidelen Fäden noch besser zu folgen, heißen wir dieses Jahr zwei sehr geschichtsprächtige aus der Turakei imwortierte Formen bei uns willkommen.

  • Text, Regie, Bühnenbild : Michel Laubu
  • In Zusammenarbeit mit : Emili Hufnagel
  • Musikalische Adaption, Tonspur, Animationsfilme : Laurent Vichard
  • Dramaturgie : Olivia Burton
  • Licht : Christian Dubet
  • Mit : Michel Laubu, Emili Hufnagel, Patrick Murys, Marie-Pierre Pirson, Laurent Vichard, Pierrick Bacher oder Audric Fumet
  • Musiker auf der Tonspur : Loïc Bachevillier, Rodolphe Burger, Jeanne Crousaud, Pierre Desassis, Véronique Ferrachat, Maxime Legrand, Raphaël Poly, Fred Roudet, Laurent Vichard und der Chor der école des Adrets, dirigiert von Valérie Cordier.
  • Lied Love I obey (W. Lawes) von : Rosemary Standley & Helstroffer's Band
  • Technische Leitung und Bühne : Fred Soria
  • Tontechnik : Hélène Kieffer
  • Lichttechnik : Ludovic Micoud Terraud
  • Marionettenbau, Animation der Filmfigürchen : Emmeline Beaussier, Géraldine Bonneton
  • Requisitenanfertigung : Charly Frénéa, Joseph Paillard, Fred Soria
  • Dekor : Atelier de la MC2-Grenoble

  • Kostüme und Requisiten : Ateliers du Théâtre des Célestins-Lyon
  • Kritische Blicke : Caroline Cybula, Olivier Dutilloy, Brigitte Seth und Roser Montllo Guberna, Vincent Roca
  • Produktionsverwaltung : Cécile Lutz
  • Mit einem herzlichen und grosszügigen Empfang der : Einwohner der Île de Sein, organisert von Cathy Beurel und Ambroise Menou, um dem Leuchtturm Ar-Men näherzukommen
  • Produktion : Turak Théâtre
  • Koproduktion : Le Bateau Feu, Scène nationale de Dunkerque (plus aide à la résidence) / Théâtre des Célestins, Lyon / MC2, Grenoble / Le Volcan, Scène nationale du Havre / Comédie de Saint-Etienne – Centre Dramatique National / Espace Malraux – Scène nationale de Chambéry et de la Savoie / Théâtre Renoir - Cran Gevrier / Château Rouge - Annemasse
  • Mit der Unterstützung von : Subsistances, Lyon
  • Die Compagnie Turak wird unterstützt : durch französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation – Regionaldirektion für kulturelle Angelegenheiten in Rhônes Alpes und der Region Rhônes Alpes, und wird von der Stadt Lyon subventioniert. Sie wird regelmäßig vom Institut français für ihre Projekte im Ausland unterstützt