Di 05 bis Sa 09 Dezember

vers. Uhrzeiten Dauer: 1h15

Maillon-Wacken

Theater, Dokumentarfilm

Belgien

Auf Ukrainisch mit französischen und deutschen Übertiteln

Dem deutschsprachigen Publikum zugänglich

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Publikumsgespräch mit den Künstlern
fr 8 Dezember um 20:30

Das „Filmtheater“ der Antwerpener Compagnie BERLIN erkundet und zeigt die Städte der Erde wie lauter Texte, die von der heutigen Welt erzählen.

„Tschernobyl, so nah, so fern“, so ist dieses Porträt eines alternden Paars untertitelt. Pétro und Nadia, beide über 80, sind als einzige in ihrem evakuierten Dorf des Tschernobyl-Gebietes geblieben: Zvizdal.

Die beiden Bewohner dieses Geisterdorfes, das sich einst über vier Kilometer erstreckte, leben mitten in einem immer weiter ausgreifenden Wald gemeinsam mit einem Hund, einer Kuh, einem Pferd, ein paar Hühnern. Sie verrichten die anfallenden Arbeiten, und mit der Zeit beginnt ein jeder zu humpeln, Mensch und Tier. Sie rufen Stalin und alle Heiligen an, beschimpfen einander als Alte oder Behinderte, träumen davon, die Sperrzone wiederbevölkert zu sehen, schauen zu, wie die Zeit verstreicht.

Zvizdal ist ein Theaterdispositiv für Breitwandfilm, zwei Miniaturkameras und drei drehbare Modelle eines Gehöfts; vier ukrainische Jahreszeiten, fünf Jahre Dreh. Es ist auch die Chronik eines angekündigten Niedergangs, der langsame Verfall eines Dorfs, das Ende einer Welt, das unausweichliche Verschwinden einer (Über)Lebensweise.

  • Avec : Nadia et Pétro Opanassovitch Lubenoc
  • Concept : Bart Baele, Yves Degryse, Cathy Blisson
  • Scénographie : Manu Siebens, Ina Peeters, BERLIN
  • Entretiens : Yves Degryse, Cathy Blisson
  • Caméra et montage : Bart Baele, Geert De Vleesschauwer
  • Enregistrements sonores : Toon Meuris, Bas de Caluwé, Manu Siebens, Karel Verstreken
  • Interprète : Olga Mitronina
  • Composition musicale : Peter Van Laerhoven
  • Construction décor : Manu Siebens, Klaartje Vermeulen, Dirk Stevens, Kasper Siebens, Kopspel, Rex Tee
  • Mécanique : Joris Festjens, Dirk Lauwers
  • Maquette : Ina Peeters, avec l’aide de Puck Vonk, Rosa Fens et Thomas Dreezen
  • Graphisme : Jelle Verryckt
  • Site internet : Stijn Bonjean
  • Communication, production : Laura Fierens
  • Administrateur : Kurt Lannoye
  • Administration : Jane Seynaeve
  • Coproduction : Het Zuidelijk Toneel / PACT Zollverein / Dublin Theatre Festival / Le CENTQUATRE-PARIS / Kunstenfestivaldesarts / Brighton Festival / BIT Teatergarasjen / Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main / Theaterfestival Boulevard / Onassis Cultural Centre Athens
  • En collaboration avec : deSingel
  • Avec le soutien du : Gouvernement flamand
  • Remerciements : Wim Bervoets, Brice Maire, Lux Lumen, Els De Bodt, Pascal Rueff, Morgan Touzé, Christophe Ruetsch, Isabelle Grynberg, Nadine Malfait, Natalie Schrauwen, Katleen Treier, Piet Menu, Anthe et Ama Oda Baele, Remi et Ilias Degryse