Mi 14 + Do 15 März

20:30 — Dauer: 1h25

Maillon-Wacken

Musiktheater

Belgien

Frankreichpremiere

Auf Deutsch mit deutschen und französischen Übertiteln

Dem deutschsprachigen Publikum zugänglich

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Ein Mann, eine Frau, ein Mädchen – Menuet macht aus diesem Dreieck eine eindringliche Tragödie im Wohnzimmerformat.

Er arbeitet in einem Eiskeller, zuhause begegnet er teilnahmslos seiner ständig aktiven Frau. Um die Zeit totzuschlagen, sammelt er Zeitungsausschnitte mit Gräuelmeldungen. Die sehr junge Hausangestellte beobachtet das Paar, provoziert es und weckt so viele Sehnsüchte wie sie Abgründe aufreißt …

Daan Janssens hat eine überaus anschauliche zeitgenössische Oper komponiert, auf die Fabrice Murgia mit eindrücklichen Bildern antwortet. Vierhändig nehmen sie sich der existenziellen Themen Louis Paul Boons an, des flämischen Autors, der in den 50er Jahren für den Nobelpreis nominiert war. Boon, bekannt für seine Fresken des damaligen Arbeitermilieus, brilliert hier mit einem dreiteiligen Erzählaufbau und stellt so dieselben Ereignisse jedes Mal aus den Augen einer anderen Person dar. Einsamkeit und Lebenshunger, Begehren und Scham charakterisieren die Portraits von Menschen, die zwischen Zurückhaltung und Ausbruch, zwischen der Rede und dem Ungesagten oszillieren. Mit einem Ensemble von zehn Musikern und drei Sängern zeichnet das Duo Janssens/Murgia mit Musik, Schauspiel und Video eine überaus facettenreiche Welt.

  • Composition : Daan Janssens
  • Mise en scène : Fabrice Murgia
  • Dramaturgie : Barbara Engelhardt
  • D’après : Menuet de Louis Paul Boon, traduction en allemand par Barbara & Alfred Antkowiak, publié sous le titre Menuett par Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1975 © Aufbau Verlag GmbH & Co. KG, Berlin 1975, 2008
  • Le roman est disponible dans cette édition actuelle : Alexander Verlag, Berlin 2011
  • Sous la direction de : Filip Rathé
  • Chanteurs : soprano : Cécile Granger, Ekaterina Levental
  • bariton : Raimund Nolte
  • Ensemble SPECTRA : Jan Sciffer (violoncelle), Lisa De Boos (contrebasse), Gabi Sultana (piano), An Raskin (bayan), Frank Van Eycken (percussion), Charles Michiels (clarinette), Wim Van Volsem (basson), Jan Van Duffel (cor), Pieter Vandermeiren (trombone)
  • Assistant à la mise en scène : Maxime Glaude
  • Styliste : Emilie Jonet
  • Sculptures : Anne Marcq, Anne Goldschmidt
  • Vidéo : Giacinto Caponio
  • Lumière : Enrico Bagnoli
  • Scénographie : Vincent Lemaire
  • Copiste : Frederik Neyrinck
  • Répétiteur : Gabi Sultana
  • Coordination technique : Nic Roseeuw
  • Technique : Kurt Bethuyne, Victor Hidalgo, Wim Piqueur, Chris Vanneste
  • Développement Electronica : Centre Henri Pousseur
  • Déléguée de production : Isabel Vermeulen
  • Production : LOD muziektheater
  • Coproduction : Théâtre national Wallonie, Bruxelles / deSingel / SPECTRA Ensemble / Les Théâtres de la Ville de Luxembourg / Maillon, Théâtre de Strasbourg - Scène européenne / Artara / La Monnaie, De Munt / Centre Henri Pousseur
  • Avec le soutien de : Enoa and Creative Europe Programme of The European Union, Accord de Coopération Culturelle Communauté Française et Communauté Flamande
  • Première : 19 avril 2017