Fr 18 bis So 27 Juni

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In Zusammenarbeit mit TJP CDN

In der Weise, wie Kunst unsere Phantasieräume erweitert, befähigt sie uns dazu, auch Wirklichkeit anders zu betrachten und zu deuten. Und so wie die aktuelle Krisenerfahrung uns für Lebensweisen und daraus resultierende Probleme sensibilisiert hat, könnte diese auch dazu beitragen, uns ganz neuen ethischen sowie ästhetischen Herausforderungen zu stellen.

Jeder gesellschaftliche Umbruch erzeugt jedoch eine Verunsicherung, die sich nicht einfach mit überlieferten Narrativen und Repräsentationsweisen bewältigen lässt. Anstatt sich auf Vertrautes zu verlassen, geht es heute darum, unsere Vorstellungskraft zu sprengen und Hypothesen durchzuspielen, um sich von einer gemeinsamen Zukunft ein Bild machen zu können.

Genau das wollen wir mit Ihnen angehen, indem wir die Ressourcen des Maillon und des TJP in einem thematischen Schwerpunkt bündeln: Fünfzehn Tage lang wird das vielseitige Programm von Narrative der Zukunft den gesellschaftlichen, politischen, ökologischen, wirtschaftlichen und mentalen Mustern und Anschauungen nachspüren, die uns daran hindern, ausgetretene Pfade zu verlassen. Denn sich in die Zukunft hineinzuversetzen heißt auch, Denkweisen und Kenntnisse zu hinterfragen. Das Sortieren und Archivieren alter Gewissheiten wird damit ebenso ein Thema wie das Erschaffen von neuem Wissen. Welche Rolle kommt dem Menschen auf der Erde zu? Wie wird sein Verhältnis zur Natur und Materie, zur Phantasie und Wirklichkeit die Narrative prägen, auf die eine Menschheit der Zukunft aufbaut?

Neben einem großen Spektrum von Theatervorstellungen für Jung und Alt versuchen wir, diese Fragen in einer Reihe von Konferenzen, Gesprächsrunden und Workshops zu vertiefen – so wie wir im Maillon regelmäßig thematische Schwerpunkte setzen.

Darüber hinaus haben wir diesmal gemeinsam mit dem TJP „Laboratorien“ konzipiert, die auf einen interdisziplinären Dialog setzen. Hier treffen verschiedene Denk- und Arbeitsmethoden aufeinander, so dass die gegenseitige Kontaminierung von Wissen und Know-how neue Perspektiven eröffnen und Kunst und Wissenschaft gleichermaßen bereichern kann. KünstlerInnen, UnternehmerInnen, WissenschaftlerInnen, StudentInnen, AktivistInnen und MitbürgerInnen: Sie alle arbeiten gemeinsam am gesellschaftlichen Wandel. Jenseits von gewohnten Kategorien und Zentralperspektiven geht es uns darum, Alternativen zu Dystopien zu entwickeln und den Narrativen der Zukunft Gestalt zu verleihen.


VORPROGRAMM (Programm erhältlich in Mai)

Aufführungen


Auréliens
François Gremaud
Conférence-spectacle / Suisse


Texte M.
Hubert Colas / Diphtong Cie
Théâtre / France


Farm Fatale
Philippe Quesne
Théâtre / France


Terairofeu
Marguerite Bordat et Pierre Meunier / La Belle Meunière
Théâtre, arts visuels / France

Les Merveilles
Clédat & Petitpierre
Danse, arts visuels / France


Forces de la nature
Ivana Müller
Danse / Croatie, France

Quelque chose s’attendrit
Renaud Herbin
performance d’optique, marionnette à fil / France

Und auch: Labs, Vorträge, Diskussionsrunden...