Mi 1 + Do 2 + Fr 3 Dezember

20:00 — Dauer: 2h45

Maillon (grande salle)

Théâtre, Musique, Vidéo

Belgique


en français

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Hier die Jurastudentin Nouria, die auf der Polizeiwache die sterblichen Überreste ihres Bruders, eines Selbstmordattentäters, einfordert. Dort ein Teenager, der erst vom Mann zur Frau wird, dann ein blinder Prophet, dem niemand Gehör schenkt.

In Stefan Hertmans brisantem Monolog ebenso wie in Kae Tempests brillanter Dichtung stehen die antiken Silhouetten von Antigone und Tiresias hinter zwei Porträts von heute. Was diesen Figuren gemein ist? Eine Stimme der Verweigerung, die sich einer erdrückenden Ordnung, kulturellen und sexuellen Zuweisungen widersetzt, und Empathie fordert. Im Dialog mit der Musik Schostakowitsch’ – eingespielt vom berühmten Quartett Debussy –, spiegelt Guy Cassiers Diptychon die Permanenz der Tragödie in der Gegenwart.