Mi 25 Januar bis Sa 4 Februar

PROGRAMM FOLGT

Exilanten befindet sich, etymologisch gesehen, im “Bodenlosen”. In der Fremde, weit weg von einem ursprünglichen Zuhause, sind sie dazu verurteilt, ein neues Leben zu beginnen.

Doch bevor Asylberechtigung und Flüchtlingsschutz dies gegebenenfalls ermöglichen, tritt das Leben vieler Menschen im Leerlauf: In der Schleuse von Bürokratie und Gerichtsbarkeit hält alles wie auf Messers Schneide inne, bis das Leben auf die Seite von Aufnahme oder Ablehnung kippt. Ein Trauma auch für Victor Hugo, der das Exil als ein Zustand rechtlicher Nacktheit beschrieb. Mit den Gastspielen von zwei Künstlern iranischer Herkunft knüpfen wir Verbindungen zwischen Erlebtem, Erzählung und der Geschichte des Exils. Ein Anlass außerdem für die Begegnung mit jenen afghanischen Künstler:innen, die wir seit Sommer 2021, gemeinsam mit anderen Straßburger Kultureinrichtungen, dabei begleiten, wieder “Boden zu fassen”.